Bericht vom Internationalen Deutschen Turnfest - feets@work -
Mit unseren neuen, Sweatshirtjacken und Tops im Gepäck, stiegen wir Samstagmorgen am 18.05.2013 aufgeregt in den Bus, um eine Woche das Internationale Deutsche Turnfest in der Rhein-Neckar-Metropolregion zu besuchen. Nach einer entspannten Stunde im Bus kamen wir an der Brüder Grimm Schule, unserem neuen Zuhause, in Mannheim an. Mit den Rhönrad-Turnerinnen des TBWs bezogen wir einen Musikraum der Grundschule. Anschließend sind wir als Gruppe, Mitglied des großen Festzuges geworden. Hierbei führten die einzelnen Vereine turnerische und tänzerische Elemente vor.  
Anstrengend aber toll war auch der HipHop-Kurs, bei dem wir eine komplette Choreographie, von den Brüdern “Sancho“ und “Pancho“, beigebracht bekommen haben. An den Mitmachangeboten auf dem Maimarkt-Gelände, wie der Alla-Hopp-Test, Turnspielparcour oder Handstand-TÜV haben wir alle mit viel Spaß teilgenommen.

Bei den Deutschen Meisterschaften im DTB-Dance am 22.05.2013, hat unsere Tanzgruppe “feets@work“ erstmals in der Kategorie “Jugend / 12-19 Jahre“ teilgenommen. Mit unserem Tanz zur Musik von Glee – Thriller/Heads will roll sind wir trotz des 11. Platzes sehr zufrieden.

Nach der Tuju-Rock-Party am Donnerstag konnten alle, obwohl des extremen Tanzen und Feierns, am nächsten Tag einen gelungenen Auftritt, auf der Magnetbühne abliefern.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei denen, die uns auf dem Wettkampf angefeuert und bejubelt haben, sowie unserem Verein “Turnerbund Wiesbaden“ für die Unterstützung und finanzierte Trainingskleidung.

Nachdem sich meine Tanzgruppe feets@work bei den Hessischen Meisterschaften im Februar dieses Jahres für die Deutschen Meisterschaften im DTB-Dance qualifiziert hatten, fuhr ich am 18.05.2013 mit 13 Mädchen zum Internationalen Deutschen Turnfest. Als wir unser Klassenzimmer mit den Rhönrad-Mädels bezogen hatten ging es mit allen TBW-Mitgliedern zur Festmeile, um am Festzug teilzunehmen. Leider konnten wir uns am Abend die Eröffnungsfeier nicht anschauen, da aus Sicherheitsgründen kurzfristig 12.000 rote Bändchen verteilt wurden. Aber das machte nichts. Mit einem vollgefüllten Weinglas fuhr ich mit Moni und meinen Mädels zurück zur Schule.

Am Sonntag ging es zum geplanten Hip Hop – Workshop zur Turnfest-Akademie in Heidelberg. Nach einem doch sehr langen Anfahrtsweg von fast 2 Std. sind meine Mädels eine Minute vor 3 noch rechtzeitig zum Beginn angekommen. Ich konnte die Zeit nutzen, um mit Moni gemütlich Essen zu gehen. Nach dem Workshop ging es bei strömenden Regen zurück zur Schule.

Nach einem gemeinsamen Frühstück fuhren wir am Montagmorgen in die GYMWELT-Zelte zu den Maimarkt-Hallen in Mannheim. Im Trendzelt hatte die Gruppe die Möglichkeit bei verschiedenen Angeboten teilzunehmen. Im Kurs “LaGYM“ tanzen die Mädels zur fetziger lateinamerikanischer Musik und kamen doch ganz schön ins Schwitzen. “Aroha“ sorgte zu einigen Lachkrämpfen, da die ausgeführten Bewegungen mit den Worten –…und jetzt machen wir den Schwan…, …stich in die Melone, …stich den Speer in den Boden,…. der Feuertanz …begleitet wurden. Allein beim Zusehen hatten auch Anja und ich viel Spaß.
Mit “Shake-it und Kantaera“ war es ein doch sehr trainingsreicher Tag, so dass am Abend nicht mehr alle mit zu den Examensstücken der DTB-Choreografen gingen. So fuhr ich nur mit Lena, Mara und Laura nach Ludwigshafen. Der wunderschöne Theatersaal im Pfalzbau war bis auf den letzten Platz voll ausgebucht. Bereits die erste Vorführung versprach einen tollen abwechslungsreichen Abend. Gefolgt von 15 verschiedenen Auftritten aus den Bereichen Turnen, Akrobatik und Tanz (alle auf höchstem Niveau) fuhren wir müde und begeistert in unsere Schule zurück. Schade, dass nicht alle dabei waren – ihr habt etwas verpasst!

Dienstag trainierten wir nochmal für unseren Wettkampf und fuhren dann gegen 12.00 Uhr zur geplanten Stellprobe zur Wettkampfstätte nach Heddesheim. Am Abend besuchten wir das Bundesfinale der Tuju-Stars 2013 tanzten mit allen Besuchern mehrfach den Flashmob. Aus dem Jubeln kamen wir gar nicht mehr raus, denn das Programm war erste Sahne. Mit einem eigens angeheuerten Bus ging es müde zurück zur Schule.

Bereits am Mittwochmorgen lag Wettkampfstimmung in der Luft “Können wir uns noch für die Endrunde qualifizieren? Wie ist die Konkurrenz? ……“. Ab 9.00 Uhr wurde geschminkt, Haare toupiert und 100x gefragt, ob alle ihre Kostüme und Schläppchen einstecken haben. Aufgeregt machten wir uns um 11.00 Uhr zur Wettkampf-stätte. Bereits in der Aufwärmhalle und den ersten angeschauten Tänzen konnte ich erkennen, dass meine Mädels gegen eine sehr starke Konkurrenz antreten mussten. Mit ihrem Tanz auf Thriller/Glee-Heads will roll fielen sie komplett aus dem Rahmen und lieferten eine ganz andere Show ab, wie alle anderen Gruppen. Leider hat es nur für den 11. Platz gereicht. Viele Tränen flossen und eine große Enttäuschung durchzog die Gruppe. Waren sie wirklich so schlecht? Nein, die Konkurrenz war einfach sehr stark und um 2-4 Jahre älter. Die Altersgruppe “Jugend 12-19 Jahre“ ist einfach zu groß. Wie können 12-14-Jährige gegen Gruppen im Alter von 17-19 Jahre gewinnen? Dies ist doch sehr schwer!
A
ls Trainerin bin sehr zufrieden, denn alle 10 Tänzerinnen haben ihr bestes gegeben und an alles gedacht, was sie in den letzten Wochen in den vielen Trainingseinheiten noch verändern mussten. Jetzt wissen wir, woran wir noch arbeiten und welchen Trainingslevel wir als Gruppe in der Gesamtheit noch erreichen müssen.

Der Donnerstag stand nun zur freien Verfügung, so dass wir alle gemeinsam mit viel Spaß an den Mitmach-angeboten teilnahmen. Am Abend ging es dann nach langem stylen zur Tuju-Party in die alte Posthalle neben dem Bahnhof. Ausgelassen wurde getanzt und gerockt, der Abend verging wie im Flug. Um 13.50 Uhr nahmen wir den letzten Bus zur Schule.
Am letzten Tag auf dem Deutschen Turnfest stand noch ein Auftritt auf der Magnetbühne direkt hinter dem Wasserturm an. Da es bereits die ganze Woche geregnet hatte war es schweinekalt und die Mädels hatten nicht mehr so viel Lust aufzutreten, was ich natürlich sehr gut verstehen konnte. Trotz allem waren wir pünktlich an der Magnetbühne und feets@work tanzte ihren letzten Auftritt synchron uns sauber durch. Nur die Mimik ließ etwas zu wünschen übrig … wir als Zuschauer schauten in müde Gesichter ….

Eine ereignisreiche Woche ging am Samstagmorgen zu Ende. Ich bin stolz auf meine Tanzgruppe – Disziplin, Pünktlichkeit, Befolgen aller Regeln und vor allem ruhige Nächte machten es für mich als Trainerin sehr einfach.

Danke an meine immer für mich zur Verfügung stehenden Helferinnen Monika Seiffert, Anja Altes und Simone Barthel.
Patty
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